Auf zu neuen Ufern

07. Januar 2018 Allgemein, Gedanken 0
Auf zu neuen Ufern

Das neue Jahr ist schon wieder eine Woche alt – und wie immer denkt man sich: total irre wie die Zeit vergeht! Wie es so üblich ist, zieht man vor dem Jahreswechsel vor seinem inneren Auge etwas Bilanz – ist froh über die Fortschritte, hat vielleicht manches zu bedauern und einiges, das man im nächsten Jahr besser machen möchte.

Für mich persönlich ging das letzte Jahr mit einem kleinen Meilenstein zuende: ich habe am 2. Januar einen neuen Job begonnen. Aber nicht nur das: es ist auch eine komplett neue Branche für mich. Und hier kommen wir direkt schon zu einem Wunsch: andere Leute nicht zu verurteilen nur weil sie etwas tun was man persönlich vielleicht nicht nachvollziehen kann oder versteht. Ich erkläre es euch an meinem Beispiel.

Die allermeisten Menschen haben sich riesig für mich gefreut, als ich die Kunde des Jobwechsels überbracht habe. Doch dann gibt es noch die anderen: wie, ich gebe mit 31 Jahren meinen unbefristeten Vertrag für eine befristete Stelle auf? Wie, ich wage mich in einen Bereich in dem ich keine Erfahrung habe? Wie? Wie? Wie? Fragen und Zweifel ohne Ende. Selbstverständlich sind solche Fragen zum Teil berechtigt und auch ich habe mir diese im Vorfeld gestellt bevor ich die Entscheidung zur Veränderung getroffen habe. Aber man kann auch alles zerdenken. Natürlich ist meine zukünftige Situation etwas ungewiss, aber ist das nicht auch ein bisschen der Sinn und das Salz in der Suppe des Lebens? Gehört es nicht auch mal dazu, sich aus seiner Komfortzone raus und sich auf ungewohntes Terrain zu begeben? Für mich ganz sicher. Für die zweifache Mutter die eine Hypothek für ihr Haus abbezahlen muss eher weniger, ganz klar. Aber in meinen Augen sollte man sich auch mal was trauen: egal ob man grandios scheitert oder dadurch genau das findet was einem Spaß macht. Denn wenn man es nicht probiert, wird man es nie erfahren. Auf meiner Weltreise ist mir stark aufgefallen, dass die Deutschen mit ihrem extrem ausgeprägten Sicherheitsbedürfnis fast allein sind. Klar werde ich jetzt auch nicht Haus und Hof verjubeln und als Einsiedler im Wald leben. Aber ein bisschen mehr wagen kann man schon ab und zu. Und hier schlage ich wieder die Schleife zu den oben genannten Leuten: warum gibt es so viele, die einen skeptisch beäugen wenn man etwas Neues wagt anstatt einfach daran zu glauben dass etwas Gutes daraus entstehen kann? Meine Theorie ist, dass die Abenteurern den Sicherheitsliebhabern vielleicht einen Weg aufzeigen, auf den sich viele nicht trauen und dadurch die eigenen Unsicherheiten noch mehr zu Tage gefördert werden.

Aber ihr fragt euch: ja ich würde vielleicht auch mal mehr wagen wollen und aus meinem Trott ausbrechen aber ein Jobwechsel ist mir zu radikal. Was tun?

Natürlich muss es nicht gleich so ein großer Schritt sein. Es reicht ja vielleicht auch schon mal sich bei einem VHS-Kurs anzumelden um ein neues Hobby auszuprobieren das man schon seit Jahren im Kopf hat. Oft reicht auch schon eine kleine Änderung um den Alltag in neue Bahnen zu lenken.

Daher mein Wunsch an die Kritiker: lieber vor der eigenen Türe kehren und sich überlegen warum man an anderen so einen Schritt skeptisch gegenübersteht. Für mich gilt: bei solchen Aussagen die Ohren auf Durchzug stellen und einfach immer selbst an sich glauben. Egal was kommt! Daher schließe ich mit einem Zitat von Barack Obama dass ich ganz passend finde:

„Veränderung wird nicht kommen, wenn wir auf jemand anderen oder auf eine andere Zeit warten. Wir sind diejenigen, auf die wir gewartet haben. Wir sind die Veränderung, die wir suchen.“


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