Der Distelfink

21. August 2016 Allgemein, Literatur 0
Der Distelfink

Ich habe ja ca. 20 Bücher in meinem Regal, die ich noch nicht gelesen habe. Jedes Mal wenn ich einen Buchladen betrete, kommt danach mindestens ein neues Exemplar mit nach Hause. Kein Wunder also, dass ich des  Öfteren Entscheidungsschwierigkeiten habe und nicht weiß welchen Roman ich als nächstes beginnen soll. Meine letzte Wahl viel auf „Der Distelfink“ von Donna Tartt. Ich hatte schon so viele positive Stimmen dazu gehört und wollte jetzt auch endlich mal mitreden. Außerdem LIEBE ich richtig dicke Bücher, bei den dünneren habe ich immer das Gefühl, gar nicht richtig in die Geschichte eintauchen zu können weil sie so schnell vorbei ist. Deswegen hatte „Der Distelfink“ mit seinen etwas über 1000 Seiten gleich gepunktet. 😉

 

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Die Geschichte: es geht um den dreizehnjährigen Theo, der mit seiner Mutter in New York lebt. Eines Tages passieren drei Dinge, die sein weiteres Leben auf den Kopf stellen: er trifft einen alten Mann mit einem kleinen rothaarigen Mädchen; er verliert seine Mutter durch ein tragisches Unglück und kommt in Besitz des Gemäldes „Der Distelfink“, das von dem Maler Carel Fabritius stammt. Danach ist nichts so wie es war: er gibt sich die Schuld am Tode seiner Mutter und kommt von Jahr zu Jahr mehr vom rechten Weg ab. Über all die Jahre, die man ihn begleitet, ist alles geboten: die falschen Freunde, Kriminalität, Drogen, Tod, Lügen, Intrigen und unerwiderte Liebe.

Am Anfang musste ich mir schon das ein oder andere Tränchen abwischen, auch im weiteren Verlauf des Buches hatte ich den ein oder anderen Kloß im Hals. Die Autorin schafft es meisterhaft, dem Leser Theo sehr nahe zu bringen. Man leidet mit ihm, lacht mit und manchmal möchte man ihn vor lauter Dummheit einfach nur packen und schütteln.

Ich fand das Buch wahnsinnig schön. Zugegeben: es ist keine leichte Kost, da der Lebensweg des Jungen eher in düsteren Bahnen verläuft. Aber ich fand es toll, so vollkommen in sein Leben eintauchen zu können.

 

„Noch während meines Aufenthaltes in Amsterdam träumte ich zum ersten Mal seit Jahren von meiner Mutter.“ – Das ist der erste Satz des Buches, mit dem ich meinen Post beende.

 

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