Indonesien Teil 2: Unsere Ausflüge

10. Dezember 2017 Allgemein, Wanderlust 0
Indonesien Teil 2: Unsere Ausflüge

Helllo again und willkommen auf dem nächsten Teil unserer Indonesien-Reise. Falls ihr Teil 1 verpasst habt, könnt ihn ihr hier nachlesen und näheres über die Städte Seminyak, Ubud und Kuta erfahren! Heute bleiben wir in Ubud – zumindest theoretisch. Denn der Ort ist ein toller Ausgangspunkt für Tagesausflüge, da er relativ mittig auf Bali liegt. Aus diesem Grund haben wir von Ubud aus die Insel erkundet und heute versorge ich euch mit unserem Touri-Programm.

Gleich vorab: am Besten nehmt ihr euch für einen Tag (oder auch mehrere) einen privaten Fahrer, der plant die Touren dann ganz nach euren Wünschen. Preislich liegt ihr da bei ca. 40 – 50 Euro, je nachdem was ihr alles machen wollt und wie ihr verhandelt 😉

Meine Empfehlung: unser Fahrer Ketut! Wir haben ihn zufällig in der Stadt aufgegabelt, als er uns abends nach Hause fahren sollte. Er ist sehr witzig (im Auto läuft 90er-Jahre-Pop), kann perfekt Englisch (war ein paar Jahre auf einem Kreuzfahrtschiff unterwegs) und kann einem sehr viel zu Land und Leuten erzählen! Ein sehr netter Mensch, mit dem wir nur Positives erlebt haben! Wenn ihr seine Kontaktdaten möchtet, schreibt mir gerne, ich leite sie euch weiter!

Und wo sollt ihr hin? Folgende Attraktionen haben wir angesteuert:

 

Ubud Monkey Forest

Hierzu braucht ihr definitiv keinen Fahrer, denn den Affenwald könnt ihr vom Zentrum Ubud’s entspannt zu Fuß erreichen. Ihr solltet im Vorfeld beachten, dass ihr euren Schmuck, Sonnenbrillen, Caps, usw gut verstaut. Zwar sind die Affen sehr gesittet unterwegs aber es kann immer ein kleiner Frechdachs dabei sein, der euch die Sachen stibitzt. Im Monkey Forest laufen die Affen alle frei herum, was ich wahnsinnig toll fand. Affen gehören nämlich zu meinen Lieblingstieren und ich könnte ihnen stundenlang zuschauen. Das kann man dort auch super tun 🙂 Sie lassen sich mit Bananen füttern und sind auch sehr zahm, man muss sie dennoch mit Respekt behandeln, ansonsten bekommt man deren Zorn zu spüren. Ein Herr zum Beispiel meinte, er muss sie am Schwanz ziehen. Eine Frau hat ein Äffchen geärgert, indem sie ihm ständig ein Blatt Papier hingehalten und wieder weggezogen hat, nachdem der Affe es greifen wollte. Nach ein paarmal Hin und Her hat die Dame einen Biss in den Arm kassiert. Selber Schuld wie ich finde. Wenn man ruhig bleibt, kommt es sogar vor, dass man von ein paar kleinen neugierigen Äffchen aus allernächster Nähe inspiziert wird. Sie hüpfen auf einen drauf, gucken was los ist und verschwinden wieder wenn es langweilig wird. Ich fand es eine herrliche Erfahrung.

 

Baby an Bord <3

 

Hallo kleiner Freund! Spontan verliebt!

 

Familienkuscheln

 

Reisterrassen

Wer hat sie noch nicht gesehen? Ein Bild voll endlosem, satten Grün. Ein wunderschönes Fleckchen Natur. Voller Erwartung haben wir also die Tegallalang-Reisterrassen angesteuert, die man schon so oft auf Instagram oder in jedem Reiseführer gesehen hat. An dem Tag war es etwas regnerisch, deshalb war es nicht ganz so überlaufen. Und der erste Anblick war auch atemberaubend. Tolle Farben, die weitläufige Natur – super! Man kann durch die Reisfelder wandern und quasi von ganz unten nach oben aufsteigen, so war auch unser Plan. Ein paar Meter gelaufen, dann kamen wir auf ein Häuschen zu. Darin stand eine etwas ältere Frau bei der wir Geld spenden sollten. Das Ding ist nur, dass es wahrlich keine freiwilligen Spenden sind. Man wird gezwungen zu bezahlen (auch nur Scheine, Münzgeld ist nicht erwünscht), sonst kommt man nicht weiter. Der Witz an dem Ganzen ist, dass es bis nach ganz oben unzählige solcher Hütten gibt. Es ging uns grundsätzlich nicht ums Geld: wir zahlen gerne Eintritt für Touristenattraktionen oder spenden etwas für die Instandhaltung. Aber die Leute waren so unverschämt, haben die Touristen teilweise beleidigt und sind sogar fast handgreiflich geworden als jemand nicht zahlen wollte – das hat uns das Ganze so extrem vermiest, dass wir auf halben Weg wieder umgedreht sind. Wie gesagt, wir geben gerne unser Geld, aber sicher nicht auf diese Weise.

 

Die Reisterrassen von Tegallalang

 

Das typische Touri-Bild darf natürlich nicht fehlen

 

 

 

Deshalb mein Tipp: die Reisfelder von Jatiluwih. Zugegeben, sie sind auf dem ersten Blick vielleicht nicht ganz so spektakulär aber man findet auf den Wegen weit und breit niemanden, an den man „spenden“ muss, es ist überhaupt nicht überlaufen und man kann viele verschiedene Wanderungen durch das Gebiet unternehmen. Je nachdem wie viel Zeit man zur Verfügung hat.

Wir fanden es dort viel entspannter und ebenfalls eine traumhaft schöne Natur.

 

 

 

Die Terrassen von Jatiluwih

 

Kann sich auch sehen lassen, oder?!

 

Kaffeeplantage

Auch ein schöner Stopp den ihr einlegen könnt ist bei einer Kaffeeplantage. Hier hat jeder Fahrer wahrscheinlich seinen eigenen Favoriten, wir sind zur Basanta Agro Organic Farm gefahren. Zuerst haben wir einen kleinen Rundgang gemacht und uns die verschiedensten Gewürze, Früche und Kaffeesorten in freier Natur angesehen. Selbstverständlich gab es auch die berühmt-berüchtigten Luwak-Katzen, aus deren Ausscheidungen der bekannte Kaffee hergestellt wird (der teuerste Kaffee der Welt!). Unser Guide hat uns zu allem ein bisschen erklärt, wir haben selbst Kaffee geröstet und durften die verschiedensten Tees, Kaffees und Kakao verkosten – einfach köstlich! Vor allem war die Kulisse an sich grandios. Selbstverständlich wurde man dann auch noch in einen Shop gebracht (war klar) aber nichts desto trotz fanden wir die Plantage wirklich sehenswert.

Und falls ihr euch fragt: wie schmeckt denn jetzt der Katzen-Kaffee?!? Ehrlich gesagt auch nicht so viel anders wie ein anderer guter Kaffee. Brauche ich nicht unbedingt für Zuhause aber ein Mal probieren gehört schon dazu 🙂

 

 

Ja, hier röste ich Kaffeebohnen. Das nenne ich mal Hausfrau!

 

 

 

Das durften wir alles verkosten

 

Pura Ulun Danu Beratan

Den Wassertempel habt ihr sicher auch schon mal gesehen, oder? Ebenfalls ein sehr bekanntes Wahrzeichen, das einen Besuch wert ist. In dem Tempel residiert die balinesische Seen-, Fluss- und Wassergöttin Dewi Danu. Aus diesem Grund sind nicht nur Touristen, sondern auch viele gläubige Einheimische dort.

 

 

 

Tanah Lot

Eines der bekanntesten Wahrzeichen Balis! Der Hindutempel wird auf deutsch „Meerestempel“ genannt und liegt im Südwesten. Wir hatten uns dazu entschlossen, uns das Ganze zum Sonnenuntergang anzuschauen – eine super Entscheidung! Es war wahnsinnig viel los, vor allem direkt vor dem Tempel. Wir haben kurzerhand einen entspannten Spaziergang am Strand unternommen und uns das Spektakel von der anderen Seite aus angesehen. Wir hatten Glück und haben einen grandiosen Sonnenuntergang genießen können und ohne uns mit den anderen Touris auf die Füße zu steigen. Daher mein Tipp: bringt ein bisschen Zeit mit und erkundet den Strand, es wird sich lohnen! Nur solltet ihr nicht bis Anbruch der Dunkelheit warten, denn es führt nur ein Weg über den Strand zurück und mit zunehmender Dunkelheit steigt der Wasserpegel an, dass es unter Umständen schwierig werden könnte zurück zu kommen 😉

 

 

 

 

 

Wasserfall Tegenungan Village

Zu jeder Bali-Tour gehört auch ein Besuch eines Wasserfalls dazu. Wir waren im Tegenungan Village. An unserem Ausflugs-Tag war es recht regnerisch und es hat zwischendurch auch mal ziemlich geschüttet. Deshalb war es im Tal etwas wilder, die Strömung des Flusses war sehr stark und das Wasser daher recht braun. Aus diesem Grund durfte man auch nicht nach ganz oben zum Ursprung des Wasserfalls, da die Stufen sehr glitschig waren. Schade. An sich war das Tal schön – ich muss aber ehrlicherweise sagen, dass ich schon beeindruckendere Wasserfälle gesehen habe. Vielleicht lag es an dem Regentag oder auch an der falschen Wahl (es gibt ja sehr viele Wasserfälle auf der Insel), aber einer war uns genug. Kennste einen, kennste alle 😉

 

 

 

Mount Batur

Im Vorfeld stand unsere Reise ja nicht unter einem so guten Stern: Stichwort Vulkan! Der Mount Agung drohte auszubrechen (was mittlerweile ja auch passiert ist), deshalb wurden alle Sicherheitsvorkehrungen extrem hochgefahren und alle Urlauber waren verunsichert, ob sie denn jetzt überhaupt nach Bali fliegen sollen. Unser Guide Ketut hat uns erzählt, dass dadurch der Tourismus um ganze 70 % eingebrochen ist – das muss man sich mal vorstellen! Wir hatten anfangs zugegebenermaßen auch ein etwas mulmiges Gefühl was zu tun ist aber haben uns glücklicherweise nicht von der Reise abbringen lassen: denn es war – NICHTS! Klar war es unser eigenes Risiko und es kann immer was passieren aber auf Bali selbst hat man von dem ganzen Hype der in Deutschland geherrscht hat rein gar nichts mitbekommen. Eine der Unterkünfte, die nah beim Mount Agung lag, mussten wir stornieren und außenrum war nach wie vor eine Sperrzone, die nicht betreten werden sollte. Warum ich das alles erzähle? Es gibt nicht nur diesen einen Vulkan auf Bali, sondern auch den Mount Batur, den wir besucht haben. Unser Fahrer hat uns hoch auf den Berg gefahren, von wo aus man einen grandiosen Blick auf den Vulkan sowie den dazugehörigen See hat. Wunderschön! Was ihr euch allerdings sparen könnt sind die „Hot Springs“ die dort sind. Wir hatten uns es so vorgestellt, dass man eben in natürlichen heißen Quellen baden kann, die in der freien Wildbahn angesiedelt sind. Die Wirklichkeit: ein großes Freibad, das höllisch teuer ist. Also eher nicht so unser Ding 😉

 

 

 

 

Pura Tirta Empul

Noch ein schöner Tempel, den wir besucht haben, ist der Pura Tirta Empul. Hierbei handelt es sich um einen traditionellen Hindu-Tempel, der für sein heiliges Wasser bekannt ist. Aus diesem Grund stehen die Leute auch Schlange, um sich dort zu reinigen. Das Gelände war sehr schön und auch die Reinigungszeremonien und Opfergaben zu sehen fand ich sehr interessant.

 

 

Im Vordergrund seht ihr die Opfergaben, dahinter reinigen sich die Frauen mit dem heiligen Wasser.

 

 

 

So ihr Lieben, das war ein kurzer Überblick über die Sehenswürdigkeiten die wir besucht haben. Selbstverständlich gibt es noch weitaus mehr! Wie immer gilt: bei Fragen oder ähnlichem freue ich mich sehr über eure Nachrichten/Kommentare! Teil 3 folgt – es wird sich um die Nachbarinsel von Bali, Lombok, drehen. Bis dahin – macht es euch schön!


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.