„Keep Portland weird“

22. Januar 2017 Allgemein, Wanderlust 0
„Keep Portland weird“

Meine USA-Reise im Juni letzten Jahres ist zwar leider schon wieder recht lange her (zumindest für meine Maßstäbe) – eine Sache bzw. Stadt darf ich euch aber auf keinen Fall vorenthalten. Und das ist Portland. Die meisten kennen die Stadt bzw. haben von ihr gehört, aber die wenigsten waren tatsächlich dort. Aber ich kann euch sagen: es lohnt sich sehr! In den Rankings mit den hipsten Städten ist Portland in den letzten Monaten immer weiter nach oben geklettert, man nennt sie auch DIE Hipster-Geburtsstadt schlechthin. Ehrlich gesagt stand das Ziel nicht ganz so weit oben auf meiner Reiseliste aber irgendwie hat es mich dann doch interessiert, ob dieser ganze Hype gerechtfertigt ist. Der Besuch hat sich dann total zufällig ergeben und siehe dar: er war eines der Highlights meines Trips. Ich habe mittlerweile schon einige Städte in den Staaten besucht und ich muss sagen, dass mich Portland doch ziemlich beeindruckt hat. Warum? Irgendwie hat die Stadt einen ganz besonderen Flair und ist wahnsinnig schön, naja – wie das Motto der Stadt schon sagt – auch ein bisschen seltsam. Portland wird – wie schon erwähnt – als die Geburtsstadt der Hipster gesehen und wenn man durch die Straßen schlendert weiß man auch nach ein paar Sekunden warum. Man kommt aus dem Schauen gar nicht mehr raus: über-coole Leute überall, aber auch ein bisschen „Verrückte“ (manchmal auch mehr als nur ein bisschen). In den Läden (die natürlich super cool und mega stylish sind) stehen selbstverständlich auch nur Hipster hinter und vor den Kassen. Nichtsdesto trotz waren alle super nett und hilfsbereit. Die Stadt lebt einfach durch ihre Individualisten und hat für jeden eine passende Nische. Und das merkt man auch sofort, wenn man sich durch die Straßen treiben lässt (das würde ich euch unbedingt ans Herz legen – so entdeckt man die tollsten Dinge!).  Für Kunstliebhaber gilt die Stadt auch als kleines Mekka: tolle Galerien und Streetart reihen sich aneinander. Die Vielfalt und offene Art der Leute zieht seit ein paar Jahren immer mehr Kreative aus aller Welt an – die Szene wächst also ständig.

 

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Nochmal zurück zu den Shops: selbstverständlich gibt es dort alle großen Marken, aber was mir besonders gut gefallen hat waren die vielen kleinen Läden, die alle hübsch eingerichtet sind und einen besonderen Charme versprühen. Meistens ist auch eine coole Bar oder stylisches Restaurant nicht weit und man kann sich für neue Abenteuer stärken. Guter Kaffee ist dort auch ein absolutes Muss. Für Liebhaber wie mich also ein reines Fest!

 

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„Ja, hört sich alles gut an, aber was soll man da denn unternehmen?“ fragt ihr euch vielleicht. Hier ein paar Tipps:

Multnomah Falls

Wenn ihr mal eine kleine Verschnaufpause von der City haben möchtet: Auto mieten und raus aus der Stadt! Eine Sehenswürdigkeit, die ihr nicht verpassen solltet, sind die vielen Wasserfälle und Wanderwege die etwas außerhalb liegen. Für einen aktiven Tag ist die Gegend perfekt – es reihen sich relativ kurze und einfache Wanderstrecken aneinander, so kann man für sich selbst entscheiden, wie viel man gehen möchte. Das Highlight sind sind definitiv die Multnomah Falls, die ihr vielleicht auch schon auf Bildern gesehen habt. Die Gegend rundherum ist wirklich atemberaubend schön und man kann dort super seine Batterien aufladen. Zieht euch allerdings warm und regenfest an. Das Wetter in Oregon ist eher so najaaa… Und das obwohl ich im Sommer dort war.

 

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Saturday Markets

Hier sind Portlands kreative Köpfe anzutreffen, die an ihren Ständen allerhand Selbstgemachtes verkaufen. Dort könnt ihr tolle Souvenirs und Mitbringsel finden, die eben nicht typisch Touri sind. Ich konnte bei den schönen Illustrationen nicht widerstehen. Außerdem gibt es handgemachte Seifen und Kosmetik, Schmuck, Kleidung und tolle Deko für Haus und Wohnung kaufen. Selbstverständlich gibt es auch Essen und Getränke en masse: frisch gepresse Säfte, köstlichen Kaffee, Snacks von jeder erdenklichen Nationalität und auch Eis oder Waffeln. Mehr muss ich glaube ich nicht sagen, oder?!

 

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Powells City of Books

Für jeden Bücherwurm ein absolutes Muss! Der Laden ist riesig und hat so gut wie alles was das Herz begehrt: von Romanen über Fachliteratur zu Bildbänden und Raritäten. Zugegebenermaßen war ich im ersten Moment etwas überfordert von den hohen und gut befüllten Regalen aber im zweiten Moment macht das Stöbern und Entdecken erst recht viel Spaß. Und sollte man etwas Bestimmtes suchen, sind die vielen Mitarbeiter auch immer sehr hilfsbereit zur Stelle. Was mir auch sehr gut an dem Laden gefallen hat, ist, dass man entweder neue Bücher oder auch Gebrauchte kaufen kann.

 

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Food Carts

Wenn ihr nach der intensiven Buch-Suche eine kleine Stärkung braucht, solltet ihr unbedingt zu den Food-Trucks in der SW 5th Ave & Stark St. schauen – ihr werdet sicherlich nicht enttäuscht. Das Angebot ist so vielfältig, dass ich erstmal 15 Minuten da stand und mich nicht entscheiden konnte – Sushi? Kebap? Pizza? Tacos? Piroggen? Schwierig! Und das war nur ein sehr, sehr kleiner Auszug des Angebotes… Das Essen ist wirklich lecker und auch preiswert – das heißt ihr könnt auch von verschiedenen Ständen probieren wenn euch die Wahl zu spät fallen sollte.

 

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Habe ich euch die Stadt etwas schmackhaft machen können? Auch wenn es auf den ersten Blick nicht das Standard-USA-Reiseziel ist, lohnt es sich auf jeden Fall die Portlander Stadtluft zu schnuppern. Ich hoffe sehr, dass ich dort früher oder später nochmal einen Stopp einlegen kann.


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