Sie kommt näher… Mit großen Schritten!

19. Oktober 2016 Allgemein, Gedanken 0
Sie kommt näher… Mit großen Schritten!

Wenn man mich im zarten Alter von 16 Jahren gefragt hat, ab wann man denn „alt und erwachsen“ ist, war für mich die Sache klar: 23! Im Nachgang kann ich da nur den Kopf schütteln und schmunzeln. Vor allem wenn man bedenkt, dass es für mich bald in ganz andere Sphären geht: die große 3 wartet auf mich.

Heißt also für mein jüngeres Ich: jetzt bin ich steinalt und mega erwachsen. Hmmm… Wie sieht die Realtät aus? Etwas anders würde ich sagen. Für meine Verhältnisse bin ich natürlich schon relativ erwachsen geworden über die Jahre: ich mache nicht mehr so viele Dummheiten (aber hey – man lernt nie aus), feiere nicht mehr so oft bis in die Puppen (aber doch noch ab und an), ernähre mich meistens gesund, habe meine Finanzen (halbwegs) im Griff und bin seit fast drei Jahren in einer Beziehung – und teile mir mit diesem Mann sogar eine Wohnung. Nimm das, pubertierende Christina! Sowas wäre vor ein paar Jahren noch undenkbar gewesen. Also alles in dieser Aufzählung! 😀

Steuere ich jetzt auf eine Krise zu, weil ich mit 30 weder einen Ehering, Haus oder eine Kinderschar habe? So direkt werde ich zwar nicht gefragt, aber einige Gespräche gehen in diese Richtung (vorzugsweise von Leuten die ich ca. zwei Mal im Jahr sehe). Da kann ich nur lachen. Noch (! ;)) geht es mir gut. Ich denke aber auch nicht, dass dieser Zustand noch umschwingen wird. Weil ich keine Angst vor dem neuen Jahrzehnt habe, sondern mich sehr darauf freue. Warum auch nicht? Alles passiert zu seiner Zeit, wenn es passieren soll. Deshalb halte ich wenig davon, sich selbst unter Druck zu setzen oder in Panik zu verfallen, um zum Beispiel Mr. Right bis zu einem bestimmten Alter befunden haben zu „müssen“. Unverhofft kommt bekanntlich oft, wie auch bei mir in diesem Punkt. 😉

Wichtig ist doch, dass man sein eigenes Ding durchzieht. Ja, ich fahre kein dickes Auto und ich lebe nicht in einem eigenen Haus. Dafür habe ich mit Anfang 20 mein ganzes Erspartes in die Reise meines Lebens gesteckt und war 13 Monate allein in der großen weiten Welt unterwegs. Und mit dieser Kohle hätte man sich ein ordentliches Auto leisten können, das könnt ihr mir glauben 🙂 Auch wenn man vielleicht etwas tut, dass nicht ganz der Norm entspricht oder man damit aus der Reihe tanzt: wenn du es unbedingt willst, dann mach es. Am Ende des Tages musst du mit deinen Entscheidungen leben können und nicht die anderen. Ich glaube auch, dass das ein Grund ist warum ich recht entspannt bin. Ich bereue nichts. Ich habe bisher das Leben ausgekostet und schon jetzt sehr viel geschafft. Dem Leben ist es egal, welches Alter du hast. Es scheißt auch drauf, ob du dir einen Plan für die nächsten Jahre zurecht gelegt hast oder was du bis zu deinem 30./40./50. Geburtstag „erreicht“ haben wolltest. Dazu passt der nachfolgende Satz perfekt:

 

„Life is what happens while you’re busy making other plans“.

 

Selbstverständlich kann ich nachvollziehen, dass nicht jeder so entspannt in die Zukunft sieht wie ich. Ich habe auch im Bekanntenkreis mitbekommen, dass der 30. den Ein oder Anderen in eine kleine Krise gestürzt hat. Dass man an einem Runden ein bisschen Revue passieren lässt, wie der Lebensweg bisher verlaufen ist, ist sicher total normal. Und wenn man feststellt, dass etwas nicht so lief wie es sollte oder dass man mit gewissen Situationen unzufrieden ist hat man doch die Chance das Steuer rumzureißen Jeder hat seinen eigenen Weg zu gehen, auf dem oft auch große Steine liegen die es zu überqueren gilt. Aber das ist – wie sehr vieles – altersunabhängig.

Es ist noch gar nicht so lange her, da habe ich mir auch öfter Sorgen über die Zukunft gemacht. Eigentlich über Nichtigkeiten die ich sowieso nicht beeinflussen konnte. Das ist heute nicht mehr so. Ich versuche ganz bewusst im Hier und Jetzt zu leben ohne viel zu grübeln (zu diesem Thema folgt noch ein separater Post). Das ist wohl eine der positiven Seiten des Älterwerdens: man erkennt mittlerweile immer öfter, mit welchen Dingen man seine Zeit verschwendet. Sich den Kopf zu zerbrechen gehört dazu. Und genau deshalb freue ich mich auf die 30: weil ich diesen Meilenstein erleben darf im Kreise meiner liebsten Menschen. Ich freue mich darauf, mir auszumalen was in den nächsten zehn Jahren passieren könnte (etwa Weltreise 2.0?!) – dass es sowieso anders kommt weiß ich. Tagträumen ist deshalb trotzdem erlaubt. Und hey: einen besseren Grund als in ein neues Lebensjahr zu starten – egal ob 18, 40 oder 70 –  um eine gute Party zu feiern, gibt es doch fast gar nicht. 🙂


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