Sophia, der Tod und ich

18. Februar 2016 Literatur 2

Wenn ich als Zweijährige im Haus nirgends aufzufinden und es verdächtig still war, wusste meine Mutter immer sofort wo sie zu suchen hatte. Zwischen unseren beiden Sofas gab es ein Eck, in dem ein kleines Bücherregal stand. Dort saß ich stundenlang und blätterte mich durch die Seiten – und das obwohl es keine Bilderbücher waren 🙂 Diese Liebe zur Literatur zieht sich also schon stetig durch mein ganzes Leben. Deswegen ist es quasi selbstverständlich für mich, dass ich auf eine eigene Kategorie nur für Bücher nicht verzichten kann.

 

Meine erste Vorstellung beginnt mit dem Satz: “ Es klingelte an der Tür, und im Treppenhaus roch es nach frisch gebrühtem Kaffee.“ Theoretisch könnte so fast jede Story anfangen – in diesem Fall handelt es sich um nichts geringeres als eine, die sich einem der größten Themen überhaupt widmet. Dem Tod. Wer sich allerdings auf eine düstere und traurige Geschichte einstellt, die einen trübsinnig und traurig zurücklässt, der irrt. Thees Uhlmann (ein paar von euch kennen vielleicht den ein oder anderen Song von ihm) geht in seinem Debütroman „Sophia, der Tod und ich“ sehr locker und leicht mit der Thematik um. Zur Story: Der Protagonist erfährt unerwartet, dass er sterben muss. Als der Tod zur Tat schreiten will, kommt allerdings etwas dazwischen. Blöd gelaufen. Das sehen beide als eine Art Zeichen an und ziehen zusammen durch halb Deutschland, damit sich der Todgeweihte seinen letzten Wunsch erfüllen kann, bevor es ernst für ihn wird. Je mehr Seiten man liest, desto mehr mausert sich der Tod zum Lieblingscharakter (klingt komisch, war aber zumindest bei mir so). An manchen Stellen ist es für mich zwar ein bisschen zu viel des Guten gewesen, aber die Geschichte macht einfach Spaß und liest sich toll.

 

Ich möchte euch grundsätzlich nicht zu viel über die Handlungen der einzelnen Bücher verraten: Spoiler mag doch keiner! Aber das kann ich euch guten Gewissens sagen: ich fand den Roman schön, er war witzig und frech geschrieben, sehr kurzweilig und nicht stumpf. Wenn man die letzte Seite zugeklappt hat, bleibt man noch etwas nachdenklich zurück. Aber keine Sorge – eher mit einem positiven Nachgeschmack.

 

Hier gehts zum Buch

 

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2 thoughts on “Sophia, der Tod und ich”

  • 1
    Krissi & Anti am 18. Februar 2016 Antworten

    Der gute alte Thees, jetzt ist der auch noch Autor? Verrückte Welt 😅😅😅

  • 2
    cleo am 19. Februar 2016 Antworten

    Ich war auch etwas verdutzt aber auch das kann er. ☺️

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