Vom Stadt-Mäuschen zum Landei?!

04. September 2016 Allgemein, Mode 1
Vom Stadt-Mäuschen zum Landei?!

Für mich stand vor ca. 2 Monaten ein sehr großer privater Umbruch an. Eigentlich sind es zwei. Zum Einen bin ich zum ersten Mal in meinem Leben mit einem Mann zusammen gezogen (abgesehen von meinen diversen WG-Mitbewohnern….) Als würde das nicht schon aufregend genug sein, wohnt dieser besagte Mann auch noch in einer anderen Stadt. Genauer gesagt in Ansbach. Wer das Städtdchen nicht kennt: Ansbach ist die Regierungshauptstadt Mittelfrankens und liegt in der Nähe von Nürnberg.

Ich komme auch dorther, deshalb ist es eher ein „Heimkommen“ für mich. Nichts desto trotz hieß es, meinen wahrlich „glamourösen“ Job in einem exklusiven Münchner Verlagshaus zu kündigen, aus meiner schönen, kleinen schnuckeligen Wohnung raus und wieder auf’s „Land“, zu meinem früheren Arbeitgeber – einer mittelständischen Tageszeitung.

Die Umzugszeit war schon recht stressig – wie es halt immer so ist. Vor allem hatte ich meinen letzten Arbeitstag in München an einem Freitag, am Samstag wurde dann der Umzug gewuppt (vielen Dank nochmal an alle meine tollen Helfer – ohne euch wäre das alles undenkbar gewesen!!) und Dienstag ging es dann schon für mich nach Frankfurt wo mein Flieger am nächsten Tag in Richtung Seattle starten sollte: 2 Wochen Urlaub bei einer meiner besten Freundinnen, die letztes Jahr in die USA ausgewandert ist. Straffes Programm…

 

Ein Weilchen arbeite ich nun schon im neuen (alten) Job und habe mich glaube ich recht gut eingelebt. Aber egal wen ich treffe, immer kommt diese Frage: „Von der Großstadt zurück ins Kaff? Ehrlich??“ Meine Antwort ist jedes Mal die Gleiche: sowohl das Groß- als auch das Kleinstadtleben haben ihre Vorteile. Und keine Frage, ich bin mir ziemlich sicher, dass ich München sehr vermissen werde (das passiert ja jetzt schon). Aber noch weiter jahrelang eine Fernbeziehung führen, nur damit ich die Vorteile der Großstadt genießen kann? Das konnte ich mir nicht vorstellen.

Ich finde, das ganze Thema ist eine totale Einstellungssache. Natürlich sind meine Möglichkeiten aktuell beschränkt, was etwa die Freizeitmöglichkeiten und Restaurantangebote angeht. Aber in München hatte ich teilweise fast gar keine Zeit, die ganzen tollen Angebote zu nutzen. Aktuell habe ich tatsächlich viel mehr Freizeit als noch vor ein paar Monaten, da sich meine wöchentliche Arbeitszeit um 5 Stunden reduziert hat und auch die Bürozeiten ganz anderes gelegt sind als in München, und die genieße ich auch sehr. Natürlich kann ich nicht jeden Tag ein anderes Museum besuchen, bin nicht ständig in coolen neuen Bars oder ähnliches. Das hat sich jetzt einfach verlagert auf andere Dinge. Nach wie vor treffe ich mich viel mit Freunden, habe (endlich) wieder mit dem Sport angefangen und kann mich meinen Hobbies, wie dem Blog, umfangreicher widmen. Durch das Mehr an Zeit heißt es nicht mehr „entweder oder“ sondern „sowohl als auch“ – und das finde ich herrlich. Das mag der Ein oder Andere vielleicht etwas langweilig finden aber so what?! I don’t care. Und wenn man die richtigen Leute um sich hat, ist doch im Endeffekt jedes Plätzchen wunderbar! 🙂

Dann gibt es da noch das Thema Geld: jeder, der nach München zieht, kennt das dortige Preisniveau. Das war bei mir auch ein Grund, dass ich am Ende des Monats meine Freunde nicht mehr unbedingt jeden Tag in einem schicken Restaurant treffen konnte, sondern wir uns zuhause verabredet haben. Gut, hier in Ansbach gibt es nicht wirklich viele coolen Hotspots, aber es macht schon einen großen Unterschied wieviel weniger man hier beim Essen gehen/Kaffee & gerade Aperitivo 😉 trinken usw. zahlt. Aber auch meine Wohnungssituation hat sich stark geändert: in München hatte ich eine 40 qm-Wohnung, jetzt sind es etwa 100 qm on top. Das ist schon wahnsinnig, von so einer Bude könnte man in München nicht mal träumen.

 

Ihr seht also, dass ich mit meiner Entscheidung sehr zufrieden bin bisher. Auch wenn ich natürlich bei der ein oder anderen Sache Abstriche machen muss. Aber das fällt mir nicht schwer und München ist ja auch nicht wirklich aus der Welt. Und das zeigt mir, dass jetzt alles genauso ist wie es sein soll 🙂

 

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Kleid: Cos // Schuhe: Gap // Tasche: Topshop // Sonnenbrille: Le Specs

 


1 thought on “Vom Stadt-Mäuschen zum Landei?!”

  • 1
    Stefan am 13. Dezember 2016 Antworten

    Gefällt mir sehr gut – deine Einstellung 🙂
    Ansbach is the place to be 😉

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