Was ihr unbedingt tun solltet, wenn ihr auf Malta seid …

01. Oktober 2017 Allgemein, Wanderlust 0
Was ihr unbedingt tun solltet, wenn ihr auf Malta seid …

Wenn es nach mir gegangen wäre, wären wir nach Mallorca geflogen. Aber es wurde Malta. Hat man irgendwie gar nicht so richtig auf dem Schirm, diese kleine europäische Insel. Was da so geboten ist wussten wir vor Abflug auch nicht so richtig, aber für ne Woche wird man sich schon die Zeit vertreiben können. Wetter sollte auch gut werden und zur größten Not haben wir ja auch ein Spa im Hotel. Das war quasi unsere Urlaubsvorbereitung. Ganz ehrlich: hat auch voll und ganz gereicht 😉

 

Man fliegt ganz entspannt nur etwas mehr als zwei Stunden von München aus auf die Insel, was schon mal super ist, wenn man nur eine Woche Urlaub hat.

Vom Flughafen ging es dann mit einem Transfer zum Hotel, bei dem wir fast die halbe Insel durchkreuzt haben, denn unser Hotel lag sehr weit nördlich im Ort Mellieha. Dort angekommen hieß es erstmal für uns: warten. Denn leider hat das Hotel unsere Buchung nicht erhalten. Und selbstverständlich – wie könnte es anderes sein – ist eigentlich alles ausgebucht. Glücklicherweise wurde dann doch noch ein freies Kämmerlein für uns entdeckt und wir durften einziehen (dass wir am nächsten Tag aber dann nochmal das Zimmer wechseln mussten wegen eines Lautstärke-Problems war dann auch nochmal schön). Naja, nach dem etwas holprigen Start konnte der Urlaub also vollends losgehen – und er sollte trotz Anfangsschwierigkeiten sehr schön werden.

 

Die Kirche bei uns im Dorf…

 

Grundsätzlich ein paar allgemeine Tipps und Tricks: die Zeit im Frühjahr ist die optimale Reisezeit, denn alles grünt und blüht. Die Landschaft war wirklich wunderschön. Auch von den Temperaturen her schon so warm, dass man sich im Bikini am Strand räkeln konnte. Abends wurde es allerdings schon immer etwas frisch und auch tagsüber wehte immer eine kleine Brise. Aber durchaus angenehmer als knackige 45 Grad im Sommer 😉

Wie wir von A nach B gekommen sind? Mit den öffentlichen Bussen. Das Netz ist wirklich super ausgebaut, weil es auch sehr viele Einheimische nutzen. Wir hatten gleich eine Haltestelle vor unserem Hotel und im 10-Minuten-Takt (teilweise sogar noch öfter) waren Abfahrten in alle möglichen Richtungen möglich. Eine Fahrkarte kostet auch nur 1,50 €, was natürlich auch ein großer Pluspunkt ist. Allerdings muss man sagen, dass die Busse zu den Stoßzeiten sehr voll sind und recht lange Fahrtzeiten haben. Wem das alles zu aufwendig ist, der sollte auf’s Taxi umsteigen. Mietwagen geht natürlich auch. Aaaaber: Linksverkehr und durch die engen Gässchen hätte ich nicht unbedingt kurven wollen wenn einem Busse am laufenden Band entgegen kommen.

 

Thema Essen: wir hatten in unserem Hotel nur Frühstück gebucht, was vollends gereicht hat (außer natürlich ihr steht auf abendliches Hotel-Buffet-Essen). In den Orten gibt es überall kleine Supermärkte die auch abends sehr lange offen haben. Bei uns um’s Eck reihte sich auch ein Restaurant an das andere. Von schick bis bodenständig ist alles zu haben. Lustigerweise gab es fast nur italienische Lokale, aber sehr lecker. Auch preislich top. An die traditionellen Gerichte mit Kaninchen haben wir uns allerdings nicht ran gewagt… 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn es Malta an etwas mangelt, dann sind es Badestrände (oder aber wir haben sie nur nicht gefunden). Es gibt schon ein paar schöne Plätzchen aber ich halte es durchaus für sinnvoll, dass ihr euch eine Unterkunft mit Pool sucht – vor allem in den heißen Monaten.

 

So, und was sollte man unbedingt gesehen haben?

 

Valletta

Die maltesische Hauptstadt muss man definitv besuchen. Der Eingang zur historischen Innenstadt ist ziemlich imposant und auch der Rest macht einiges her. Wir waren total positiv überrascht (das ist auch einer der Vorteile, wenn man sich nicht so großartig über sein Reiseziel informiert) und hatten eine tolle Zeit. Wir haben nur einen Tag dort verbracht, aber es reicht um einen ersten Eindruck zu gewinnen und zu Fuß die Stadt zu erkunden. Valletta wird die Europäische Kulturhauptstadt 2018 sein, es gibt also noch sehr viel mehr zu sehen. Da wir aber keine allzu große Lust auf Museen hatten, haben wir es bei einem Stadtrundgang belassen, bei dem es sehr schöne Gärten und Parks, den tollen Hafen, Cafés und Geschäfte zu entdecken gab. Übrigens gehört die komplette Stadt seit 1980 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

 

Da Valletta die Kulturhauptstadt 2018 ist, wird gerade viel gebaut…

 

Gozo

Ab auf die Fähre und in ca. 45 Minuten seid ihr in Gozo. Der kleinen Schwesterinsel von Malta solltet ihr auf jeden Fall einen Besuch abstatten. Wir hatten einen Tagesausflug in einem Jeep gebucht – die Hoffnung auf ein krasses Offroad-Erlebnis zerstöre ich euch aber gleich… 😉 Ich fand es ganz witzig und auch schön nicht ständig durch Scheiben die Landschaft anschauen zu machen, die Fahrt an sich war aber recht harmlos. Unser schweizer Guide hat uns durch die Gegend gekurvt, alle möglichen Fragen beantwortet und auch überall angehalten wo schnell ein Foto gemacht werden musste. Die Highlights des Tages waren der Inlandsee, von wo aus wir mit einem Boot auf’s Meer gefahren sind, die Salzpfannen und die wahnsinnig schöne Natur. Ich war wirklich sehr beeindruckt wie grün alles ist und von der Blütenpracht. In dieser Hinsicht ist der Frühling als Reisezeit absolut empfehlenswert. Das Azure Window kann man ja bekanntermaßen leider nicht mehr sehen aber man kann sehen wo es mal war 😀 Ist zwar schade, aber nichtsdesto trotz gibt es abgesehen davon super schöne Dinge zu entdecken!

 

Im Vordergrund tuckert Jeep Nr. 1

Boat people

 

Hier seht ihr die Salzpfannen

 

Comino

Mein erster Gedanke als wir auf unserem Speedboat Kurs auf die kleine Insel machten:  „Wie sind wir so schnell in der Karibik gelandet?“. Der zweite: „Was machen die ganzen Party-Teens hier?“

Kurz zur Erklärung: unser Tagesausflug nach Comino fiel auf einen maltesischen Feiertag. Und da das Wetter Bombe war, hingen die ganzen Partypeople eben auf der Insel ab um den freien Tag auch ordentlich zu begießen und in der Sonne zu braten. Der Schönheit des Eilands hat das keinen Abbruch getan.

Das Wasser ist so wahnsinnig klar und unfassbar türkis, dass man tatsächlich kurzzeitig vergisst wo man sich befindet. In einem Wort: wunderschön! Mich hat seit langem wirklich kein anderer Ort so verzaubert. Abgesehen von der Partymeute ist auf der Insel nicht viel geboten (es gibt auch nur ein einziges Hotel), zu Fuß habt ihr alles in ein paar Stunden gesehen. Die Natur dort ist sehr unberührt und sobald die Tagestouristen weg sind, liegen nur einige Segelboote vor der Küste. Mich hätte es sehr gereizt, noch ein paar Tage mit dem süßen Nichtstun dort zu verbringen (und dort gibt es wirklich NICHTS – keine Übertreibung)…

Ein Tipp: wenn ihr die Insel besuchen möchtet, versucht ein kleines Speedboat zu mieten und fahrt nicht mit den größeren Schiffen. Den Tipp haben wir von einer Wiener Familie bekommen und er hat sich definitv ausgezahlt. Wir sind vom Hotel „Ramla Bay Resort“ mit ca. 10 Leuten gestartet und die Fahrt war einfach der Knaller! Ein Grund war unser „Kapitän“: ca. 20 Jahre alt, hatte den größten Spaß seines Lebens über das Meer zu heizen und uns nass zu spritzen. Grund zwei: mit dem kleineren Boot kommt man auch an die schöneren Spots. Wir konnten in kleine Buchten, an denen die größeren Schiffe vorbei tuckern mussten.

 

 

Traumhaft, oder??

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alles in allem kann man sagen, dass man eine Woche gut unterhalten ist. Wir waren jeden Tag unterwegs und haben viel gesehen, aber es waren auch keine Ausflüge, die den kompletten Tag verschlungen haben. Alles ganz entspannt also. In der Zeit haben wir auch wirklich so ziemlich alles gesehen, was die Insel zu bieten hat (so war zumindest unser Eindruck, das ist ja immer subjektiv). Ein tolles Ziel, wenn man nicht so lange weg will aber doch ein bisschen Sonne tanken möchte. Sollte der ein oder andere Taucher unter euch sein: das Gebiet rund um Malta ist wohl ein Eldorado. Ist also vielleicht mal eine kurze Reise wert.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.